Terrassendielen – geriffelt oder glatt?

Terrassendielen – geriffelt oder glatt?

Terrassendielen – geriffelt oder glatt?

Es ist nicht nur eine Philosophiefrage, welche Dielenart man verwendet – tatsächlich werden viele Standard-Holzterrassendielen vielfach nur noch geriffelt angeboten. So ganz verstehen mag man das nicht, zumal bei den geriffelten Dielen, die teilweise gerade einmal noch 25mm stark sind, auch die Stabilität leidet.

Immer wieder erfahre ich, dass bei Beratungsgesprächen argumentiert wird, dass diese bei Nässe rutschfester seien als andere. Das kann ich leider nicht bestätigen. Zum einen bleibt das Wasser in den Rillen stehen (was ohnehin eine zusätzliche Belastung des Holzes bedeutet und oftmals nicht ablaufen kann), was dann dazu führt, dass man erst recht rutscht, zum anderen hat man in Rillenrichtung kaum mehr Auflage mit dem Schuh, so dass es erst Recht rutscht. Dies ist ein physikalisches Grundgesetz. Denn je größer die Reibungsfläche ist, desto größer ist die Haftreibung.

Es gibt aber noch einen weiteren wichtigen Aspekt, den man bei der Anschaffung oft außer Acht lässt: Die Pflege eines solchen Belages, sei es die jährliche Grundreinigung und natürlich auch das Ölen sind weitaus schwieriger bei geriffelten Dielen gegenüber glatten. Ganz zu schweigen von einem eventuellen Abschleifen, was bei geriffelten Dielen allenfalls grob mit einer Drahtbürste möglich ist.

Insofern lohnt es sich, nach anderen Dielen Ausschau zu halten. Optimal ist man hier bei örtlichen Sägewerken bedient, die Douglasie oder Lärche anbieten. Diese kann man dann auch bei gleichem bzw. geringerem Preis in größerer Stärke erhalten.

Also allemal eine Überlegung wert.

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